Haltung, Pflege und Zucht von Vogelspinnen

Vogelspinnen sind relativ einfach, was Pflege und Haltung angeht. Sie sind nachtaktiv, das heißt, sie sollten tagsüber möglichst nicht gestört werden, da dies für die Tiere unnötigen Stress bedeuten würde. Im Terrarium sollte eine Temperatur von 22 bis 25 Grad herrschen. Damit kommen die meisten Arten gut klar. Die Luftfeuchtigkeit muss sich im Bereich zwischen 70 und 80 Prozent bewegen.

Die Einrichtung des Terrariums richtet sich nach dem natürlichen Lebensraum der jeweiligen Art. Baumbewohner stellen andere Ansprüche als Bodenbewohner. Für den Boden kann bei so gut wie allen Arten Blumenerde (bzw. Blumenschmuck) als Grundlage verwendet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Erde nicht gedüngt ist. Ein Stück Korkrinde oder ähnliches fungiert als Versteck und Behausung für die Spinnen.

Ernährung der Spinne

Je nach Art der Spinne, kann das Futter sehr unterschiedlich aussehen. Kleinere Vogelspinnen bevorzugen auch kleinere Futtertiere. Die Futtertiere sollten in der Regel etwa ein Drittel der Größe der Spinne ausmachen. Die Palette reicht von Grillen und Heimchen, über Mehlwürmer und kleine Mäuse bis hin zu Küken und kleinen Reptilien.

Nach der Fütterung, die einmal alle ein oder zwei Wochen stattfinden sollte, muss kontrolliert werden, ob sich noch Futtertiere im Terrarium befinden. Ist das der Fall, so sind diese zu entfernen. Ansonsten können sich diese zu einer ernsten Gefahr für die Spinne entwickeln. Häutet diese sich zum Beispiel, so besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie von Futtertieren angegriffen wird. Das kann zum Tod der Spinne führen, da sie sich während der Häutung nicht zur Wehr setzen kann.

Jeden zweiten oder dritten Tag sollte die Wasserschale gereinigt werden. Auch das Terrarium sollte von groben Verunreinigungen befreit werden. Das regelmäßige Befeuchten des Bodens, sowie die Pflege der Pflanzen gehört zur wöchentlichen Arbeit im Terrarium. Beim Arbeiten im Terrarium sollte Vorsicht geboten sein, da einige Vogelspinnenarten durchaus angriffslustig sein können. Ein Biss kann relativ schmerzhaft sein.

Zucht von Vogelspinnen

Vor der Zucht sollte man bedenken, dass es durchaus möglich ist, dass hinterher einige hundert Jungtiere das Terrarium bevölkern. Es sollte sich also vorher überlegt werden, was mit den Jungtieren geschehen soll. Vogelspinnen bauen einen Kokon, in dem die Jungtiere heranwachsen. Dieser wird vor dem Schlüpfen aus dem Terrarium entfernt. Er muss leicht feucht, bei einer Temperatur von 25 Grad gelagert werden. Nach dem Schlüpfen müssen die Jungtiere einzeln gehalten werden. Sehr wichtig ist die Pflege, da die Jungtiere sehr schnell austrocknen können, was zum Tod der Tiere führt.