Haltung, Pflege und Zucht von Skinken

Mit über 1200 Arten und 85 Gattungen zählen Skinke zur größten Echsenfamilie überhaupt. Dementsprechend ist es nicht möglich, an dieser Stelle auf jede Art einzeln einzugehen. Deshalb beschränkt sich dieser Text auf drei der bekanntesten Arten. Generell sollten vor dem Kauf von Skinken Informationen über die jeweilige Art eingeholt werden, um den Tieren die bestmöglichen Lebensbedingungen zu bieten.

Haltung und Pflege

Rotkopfskinke werden maximal 35 cm groß. Sie sind im Südosten der USA beheimatet und leben dort in steinigen Arealen, immer in der Nähe von Gewässern. Das Terrarium sollte deshalb ein Trockenterrarium sein. Der Bodenbelag muss etwa 10 cm Dicke aufweisen. Damit die Tiere sich wohlfühlen, muss die Temperatur zwischen 22 und 26 Grad, sowie die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Eine Winterruhe von zwei oder drei Monaten Länge sollte eingehalten werden. Die Temperatur wird dazu auf 15 bis 18 Grad gesenkt und die Lichteinstrahlung auf sechs Stunden täglich reduziert. Die Tiere ernähren sich von Insekten, kleinen Eidechsen und Spinnen.

Blauzungenskinke sind Einzelgänger. Deshalb sollten sie auch einzeln gehalten werden. Die in Australien heimischen Tiere werden bis zu 45 cm lang. Das Terrarium, dessen Boden mit einer Mischung aus Sand und Erde bedeckt sein sollte, muss dementsprechend dimensioniert sein. Im Terrarium sollten sich Steine zum Klettern sowie Höhlen befinden. Auch Korkrinde, Äste oder Wurzeln sind angebracht. Die Temperatur sollte 28 Grad nicht unterschreiten und an einer Stelle bis zu 40 Grad erreichen. Eine Ecke sollte ständig feucht gehalten werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 60 Prozent steigen. Grillen, Käfer, Katzenfutter, Obstbrei, Salat und Gemüse stehen bei Blauzungenskinken auf dem Speiseplan. Diese Tiere werden relativ leicht handzahm.

Wickelschwanzskinke sind Baumbewohner. Sie können bis zu 75 cm lang werden, was dementsprechend viel Platz für die Haltung voraussetzt. Genügend Kletter- und Versteckmöglichkeiten müssen angeboten werden. Bei einer ständig hohen Luftfeuchtigkeit sollten die Temperaturen zwischen 30 Grad tagsüber und 23 Grad nachts pendeln. Wickelschwanzskinke sind größtenteils Vegetarier und fressen nur selten Insekten und ähnliche Tiere.

Zucht

Die Zucht von Skinken verlangt einiges an Aufwand. Bei Blauzungenskinken ist es beispielsweise nötig, den Tieren eine zwei- bis dreimonatige Winterruhe zu ermöglichen. Dazu wird die Temperatur tagsüber auf 20 Grad und nachts auf 15 Grad gesenkt. Die Zeit der Lichteinstrahlung wird auf etwa sieben Stunden täglich reduziert. Nach der Winterruhe kann die Paarung stattfinden. Die Jungtiere schlüpfen nach vier Monaten und werden mit kleinen Insekten und Früchtebrei aufgezogen.