Haltung, Pflege und Zucht von Anolis

Anolis werden aufgrund ihrer verhältnismäßig kleinen Größe von etwa 20 cm immer beliebter. Der Platzbedarf für das Terrarium hält sich dadurch in Grenzen. Eines mit einer Länge von etwa einem Meter und einer dementsprechenden Breite und Höhe genügt in der Regel für eine Gruppe von zwei weiblichen und einem männlichen Tier.

Bei der Rückwand des Terrariums sollte auf Glas verzichtet werden. Stattdessen sollte Holz oder Kork zum Einsatz kommen, da sich die Tiere mit diesen Materialien wohler fühlen. Je nach natürlichem Lebensraum der jeweiligen Anolisart sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 90 Prozent liegen. Die Temperatur sollte tropisch warm sein, also etwa 25 bis 35 Grad. Sie sollte, genau wie die Luftfeuchtigkeit, ständig kontrolliert werden.

Einrichtung des Terrariums

Die Ausstattung des Terrariums muss ebenfalls dem Lebensraum der jeweiligen Anolisart entsprechen. Höhlenbewohner haben andere Ansprüche als Regenwaldbewohner. Für Anfänger besonders gut geeignet sind Rotkopfanolis. Sie gelten als relativ pflegeleicht. Sie bevorzugen großblättrige Pflanzen, die ihnen auch als Schlafplatz dienen. Wasser, das sich durch Sprühen oder durch den Einsatz einer Beregnungsanlage auf diesen Blättern sammelt, dient den Anolis als natürlicher Trinknapf. Wichtig ist auch, dass den Anolis ausreichend Sonnen- und Schattenplätze zur Verfügung stehen.

Anolis sind Fleischfresser. Sie bevorzugen Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Mehlwürmer. Einige Arten benötigen zusätzlich die Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen. Diese sind im Fachhandel als Pulverpräparate erhältlich. Die Futtertiere werden leicht mit diesem Pulver bestäubt und dann in das Terrarium gegeben.

Zucht von Anolis

In der Regel legen Anolis zwei Eier. Diese werden in einer Grube im Boden verscharrt. Die Bodentemperatur sollte idealerweise zwischen 21 und 25 Grad liegen. Nach etwas mehr als zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere. Sie sollten aus dem Terrarium entfernt werden, da es ansonsten eventuell passieren kann, dass sie von den alten Tieren als Beute angesehen werden. Sie werden in ein eigenes, kleines Terrarium gesetzt und mit kleinsten Insekten, wie zum Beispiel Drosophila, gefüttert. Die Aufzucht von mehreren Jungtieren in einer Gruppe ist problemlos möglich. Die Jungtiere sollten nach Möglichkeit von Zeit zu Zeit ungefiltertem Sonnenlicht ausgesetzt werden.