Haltung, Pflege und Zucht von Agamen

Agamen sind fast alle Wüstenbewohner. Das Terrarium muss also dementsprechend gestaltet sein. Terrarien für Agamen können gar nicht groß genug sein. Als Faustregel gilt, dass ein Terrarium mindestens fünfmal so lang sein soll, wie ein ausgewachsenes Tier. Nach oben sind natürlich, außer dem vorhandenen Platz, keine Grenzen gesetzt.

Es ist notwendig die Lebensbedingungen, wie sie in einer Wüste herrschen, so genau als möglich nachzubilden. Das Terrarium muss dazu in verschiedene Wärmezonen eingeteilt werden. Mittels geeigneter Lampen werden Bereiche geschaffen, welche sich auf bis zu 50 Grad aufheizen. Daneben benötigen die Tiere aber auch schattige und kühlere Bereiche. Tagsüber sollte eine Luftfeuchtigkeit von etwa 30 bis 40 Prozent herrschen. In den Nachtstunden muss diese auf 50 bis 60 Prozent ansteigen. Diese Werte müssen ständig kontrolliert werden.

Agamen bevorzugen sandigen Bodenbelag, wie sie ihn auch in der Wüste vorfinden. Ein Gemisch aus Sand und Lehm sollte in einer Höhe von circa 15 cm in keinem Agamenterrarium fehlen. Steine, Wurzeln und sonstige Kletterhilfen gehören ebenfalls hinein. Es sollte darauf geachtet werden, dass genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Dabei ist es wichtig zu gewährleisten, dass den Tieren genügend Platz zum Bewegen bleibt. Zu voll sollte ein Terrarium für Agamen nicht sein.

Bei der Ernährung von Jungtieren und Alttieren gibt es Unterschiede zu beachten. Junge Agamen ernähren sich zu einem Großteil von tierischer Nahrung. Geeignet sind hier Käfer, Heuschrecken, Larven oder Schnecken. Auch Obst, Gemüse und Salat sollten angeboten werden. Dabei ist darauf zu achten, dass diese unbehandelt sind. Ältere Agamen ernähren sich überwiegend pflanzlich.

Wasseragamen

Die Wasseragamen bilden eine Ausnahme, was den Lebensraum angeht. Sie sind in Südostasien beheimatet. Das Terrarium sollte deshalb den dortigen Bedingungen angepasst werden. Notwendig ist ein kleiner Teich, in dem die Tiere schwimmen und eventuell sogar tauchen können. Wasseragamen ernähren sich überwiegend von tierischer Nahrung. Zu ihren Beutetieren gehören neben Insekten auch kleine Mäuse und Küken.

Zucht von Agamen

Zur Zucht ist die Einhaltung der Winterruhe notwendig. Dabei wird die Temperatur im Terrarium schrittweise auf 8 bis 10 Grad abgesenkt. Auch während der Winterruhe muss den Tieren ständig frisches Wasser zur Verfügung stehen. Bei der Zucht ist darauf zu achten, dass nur gesunde Tiere verwendet werden. Nach der Eiablage sollten die Eier aus dem Terrarium genommen und in im Handel erhältliche Inkubatoren verbracht werden. Nach dem Schlüpfen der Jungtiere sollten diese in die Gruppe zurückgebracht werden um das Verhalten besser kontrollieren zu können.